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Living Identity Between Freedom & Responsibility

Dieses Programm vermittelt Grundlagen für die Arbeit im sozialen Bereich.
Angesichts komplexer gesellschaftlicher Zusammenhänge, die von Druck, Polarisierung und Spaltung geprägt sind, besteht ein wachsender Bedarf an Lernräumen, die es dem Einzelnen ermöglichen, sich mit sich selbst, seinen Werten und seiner Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, wieder zu verbinden, ohne dabei seinen Sinn für Freiheit zu verlieren.

Das Training bietet einen integrierten Rahmen für Lern- und Entwicklungsprozesse, der die Teilnehmer befähigt, verantwortungsvoll mit persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen umzugehen und Konflikte aus einer beziehungs- und werteorientierten Perspektive anzugehen.
Das Programm basiert auf dem Gestaltansatz und ist erfahrungsorientiert, mit einem besonderen Fokus auf Beziehungen im Kontext von Familie, Partnerschaft, persönlicher Entwicklung und Gesellschaft.
Die Teilnehmer gewinnen ein tiefes Verständnis für psychische und soziale Dynamiken.

Innere und äußere Konflikte werden erforscht und erfahrungsbasiert bearbeitet.  Selbstregulation und konstruktiver Umgang mit Konflikten werden gefördert.Grundlagenwissen über Gestalttherapie wird strukturiert und erfahrungsorientiert vermittelt.

Diese Weiterbildung richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Soziales, Pädagogik, Psychologie und Gemeinwesen sowie an alle, die persönliche und gesellschaftliche Konflikte verstehen und sich bewusst und werteorientiert mit ihnen auseinandersetzen wollen.

In 12 Workshops werden Grundlagen für die Arbeit mit Menschen in sozialen Berufen vermittelt.

Die Weiterbildung findet in arabisch statt.

Kennenlern-Termin: 10.04.2026, 15.00 – 17.00

Termine und Themen

Modul 1: Identität zwischen Zwang und Freiheit

In diesem Modul untersuchen wir die Spannung zwischen äußerem Zwang oder innerer Unterdrückung und Freiheit.
Wenn gesellschaftliche (äußere) Erwartungen mit den Grenzen der persönlichen Bedürfnisse kollidieren, entsteht ein Konflikt. Personen, die für ihre eigenen Bedürfnisse eintreten, können zurückgewiesen werden, die sozialen Erwartungen nicht erfüllen und Schuldgefühle entwickeln. Externe Konflikte können so verinnerlicht werden.

12. – 13.06.2026 Reales Selbst versus ideales Selbst

Im ersten Workshop untersuchen wir, wie die Entwicklung des realen Selbst mit dem idealen Selbst und den verinnerlichten Bedingungen der Sozialisation zusammenhängt.

10. – 11.07.2026 Persönliche Bedürfnisse und soziale Erwartungen

Im zweiten Workshop untersuchen wir, inwieweit gesellschaftliche Normen, Werte und die daraus abgeleiteten Erwartungen mit individuellen Bedürfnissen in Konflikt stehen.

07. – 08.08.2026 Selbstakzeptanz versus Selbstverleugnung

Im dritten Workshop üben wir eine unterstützende, selbstakzeptierende Haltung ein, die darauf abzielt, Mechanismen der Selbstzerstörung sowie der Verleugnung von sich selbst und der Entwertung anderer, entgegenzutreten.

Modul 2: Angst / Schuld / Scham – Dynamik

Dieses Modul befasst sich mit den Mechanismen von Angst, Schuld und Scham. Ein entscheidender erster Schritt ist die Unterscheidung zwischen Schuld und Schuldgefühlen, um konstruktive Wege für den Umgang damit zu finden. Wir untersuchen auch die äußerst destruktive Kraft, die in Schamprozessen steckt. Angst wird als eine gesunde Reaktion auf Gefahr verstanden. Das Erleben von Scham und Gesichtsverlust kann zutiefst bedrohlich sein, da diese Emotionen das Selbst angreifen und ein Gefühl der Gefahr erzeugen. Wenn wir diese dynamischen Mechanismen verstehen, sind wir besser in der Lage, uns selbst und andere zu schützen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer selbstschützenden Haltung.

02. – 03.10.2026 Schuld und Schuldgefühle    

Unterscheidung zwischen Schuld und Schuldgefühlen, um einen angemessenen Umgang mit ihnen zu entwickeln.

06. – 07.11.2026  Scham und Gesichtsverlust

Erforschung von Schamprozessen und Möglichkeiten des Schutzes und der Heilung.

18. – 19.12.2026 Furcht / Schuld / Scham und Macht

Analyse von Angst, Schuld und Scham als Instrumente der Macht und Beleuchtung ihrer zerstörerischen Wirkung in der Erziehung und in anderen sozialen Bereichen.

Modul 3: Dialog und Konflikt

Dialog bedeutet, andere in ihren individuellen Bedürfnissen, Perspektiven und Bestrebungen anzuerkennen, ohne ihnen unbedingt zuzustimmen. Das Anerkennen und Tolerieren von Unterschieden zwischen sich selbst und anderen unterstützt und schützt persönliche Grenzen. In der Gestaltarbeit wird Aggression als eine positive Kraft verstanden, die erst dann destruktiv wird, wenn sie nicht mehr der Selbsterhaltung und der persönlichen Entwicklung dient. Die Arbeit mit Grenzen und Aggression ist besonders sensibel in Partnerschaften und in der Elternschaft, die den Schwerpunkt dieses Moduls bildet.

29. – 30.01.2027 Bewusstsein für persönliche Grenzen und Toleranz gegenüber Unterschieden

Praktische Übungen zur Vertiefung des Bewusstseins für die eigenen Grenzen und die der anderen, mit Anwendungsbeispielen im sozialen und beruflichen Kontext.

05.-06.03.2027 Erkennen von Aggression als positive und zerstörerische Kraft

Entwicklung eines Verständnisses von konstruktiver und destruktiver Aggression auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen und angewandter Beispiele.

30.04. – 01.05.2027 Regulierung von Spannungen und Umgang mit Konflikten

Die Übungen konzentrieren sich auf Spannungsregulierung und Konfliktkompetenz, wobei Rollenspiele und moderierte Dialoge eingesetzt werden.

Modul 4: Präsenz – Selbst und Andere

In diesem Modul unterscheiden wir zwischen verschiedenen Kommunikationsformen und üben, die passende Form im gegenwärtigen Moment zu wählen, geerdet in der Präsenz mit sich selbst und anderen, während wir die persönliche und berufliche Erfahrung durch Gestaltwerkzeuge vertiefen.

18.-19 .06.2027 Dialogische Gespräche führen

Anhand praktischer Übungen erkunden wir vier Formen der Kommunikation:
Autoritäre Ansage, Diskussion, Dialog und Meta-Kommunikation.

13.-14.08.2027 Fortgeschrittene Gestaltwerkzeuge 

Spezielle & professionelle Themen / Supervision

17.- 18.09.2027 Abschluss-Workshop: Präsentation einer eigenen Arbeit.
Teilnehmerzahl

8 – 12

Kosten

1050 € zahlbar in monatlichen Raten von 70 € (15 x 70€)

Leitung

Gabriele Blankertz: Institutsleitung

Rawaa Alsamman: Gestalt-Beraterin, Gestalttherapeutin

Nour Alabras: Künstlerin, Gestalttherapeutin i. Ausbildung

Ort
InKontakt Gestaltinstitut Berlin, Gleimstr. 37, 10437 Berlin